Kosmetik und damit das Zieren und Pflegen des Körpers ist so alt wie die menschliche Kultur. Kosmetik will das Körperäußere verschönern und pflegen und ist abhängig vom jeweiligen Kulturverständnis eines Volkes. Viele kosmetische Produkte zielten und zielen darauf ab, die Alterung und die Begrenztheit des Körpers weniger sichtbar zu machen. Bereits im Alten Ägypten existierten Rezepte zur Faltenreduzierung und in der Pharaonenzeit wurde die Nekrokosmetik mit Balsamierungsverfahren entwickelt, um den menschlichen Körper noch lange nach dem irdischen Leben vor dem Verfall zu bewahren.
Generell soll Kosmetik nicht nur verschönernd wirken, sondern mindestens ebenso das Lebensgefühl steigern. Wir wollen uns „ in unsrer Haut wohl fühlen“. Um das zu erreichen achten wir auf gesunde Ernährung, Fitness und Körperpflege. Wir gehen zu Masseuren, in die Sauna oder das Schwimmbad, besuchen Kosmetik-Studios und Solarien. Viele Hotels bieten Wellness-Wochenenden oder Wellness-Reisen an.
Gerade in der heutigen Zeit, wo wir im Alltagsstress zu ertrinken drohen, hilft Wellness, um mit Wohlbefinden und Zufriedenheit im Alltag einen klaren Kopf behalten zu können. Auch zu Hause können wir dafür etwas tun. Ein wichtiger Bestandteil gesunder und genussvoller Ernährung und auch der natürlichen Körperpflege sind Pflanzenöle. So verschieden wie ihre Herkunft sind ihre Inhaltsstoffe und Wirkungen, wie diese Beispiele zeigen:
- Jojobaöl lässt Haare weich und glänzend werden und wird als Massageöl gegen Schwangerschaftsstreifen verwendet.
- Traubenkernöl gilt aufgrund seiner bindegewebsfestigenden Wirkung als “das Anti-Aging-Mittel”. Kalt gepresst enthält es auch Antioxidantien (Vitamin E, Resveratrol, Procyanidine) und Lecithin. Es hat eine hellgrün schillernde Farbe und ist im Geschmack leicht nussig, wobei die Weintraube noch herausgeschmeckt werden kann. Deshalb ist es vor allem zur kalten Verwendung, etwa zum Würzen von Salaten und Saucen, zu Käse oder zum Beizen von Fleisch, gut geeignet und bei Gourmets sehr beliebt.
- Olivenöl enthält viele Vitamine, Proteine und ungesättigte Fettsäuren. Es ist eine Wohltat bei Muskelschmerzen und daher auch für Massagen sehr zu empfehlen.
- In Mandelöl sind vor allem ungesättigte Fettsäuren, Proteine und Vitamine enthalten. Es wirkt optimal bei empfindlicher Haut und rauen Händen. Da das Öl sehr gut einzieht und sehr angenehm duftet, ist es auch das ideale Massageöl.
- Distelöl enthält 78 Prozent zweifach ungesättigte Fettsäuren und hat damit den höchsten Linolsäuregehalt aller Pflanzenöle. Sein nussiger Geschmack ähnelt dem Sonnenblumenöl. Da die ungesättigten Fettsäuren sich unter Hitzeeinwirkung schnell zersetzen, wird Distelöl vorwiegend bei Speisen, die nicht erhitzt werden, wie zum Beispiel Salaten, verwendet. Es hinterlässt auf der Haut keinen Fettglanz, was dieses Öl ideal für die Anwendung bei unreiner, fettiger Haut und bei Mischhaut macht.
- Erdnussöl ist das ideale Massageöl, da es nicht so schnell von der Haut aufgenommen wird und beigefügte ätherische Öle langsam an die Haut abgibt. Aber auch in der Naturheilkunde kommt Erdnussöl zum Einsatz, um u.a. Arteriosklerose, Blasenentzündungen, Sonnenbrände, Stress, Stuhlverstopfungen, Verdauungsschwächen und Orangenhaut nach dem Sonnenbaden zu behandeln oder sogar zu heilen. Aufgrund seines hohen Flammpunktes besitzt das Öl eine gute Hitzestabilität und eignet sich daher gut zum Frittieren und Braten.
Richtig angewendet können Öle einen Beitrag zu unserem allgemeinen Wohlbefinden leisten. Dafür müssen Sie nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Verwöhnen Sie sich nach einem Spaziergang mit einer Maske oder einem Ölbad oder lassen Sie sich von Ihrem Partner massieren. Wellness beginnt dort, wo Sie sich wohl fühlen!
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